KI-Telefonassistentin bei Deep Impact: Erste Schritte zu KI First, inkl. Business Case
Deep Impact AG aus Winterthur macht einen weiteren Schritt in Richtung «KI First»: Seit drei Wochen setzen wir erfolgreich unsere eigene KI-basierte Telefonassistentin ein. Dieser Artikel dokumentiert unsere ersten Erfahrungen, den Business Case und die wichtigsten Learnings.

Der Business Case: Warum wir KI-Telefonie implementiert haben
Die Antwort war klar: Wir wollten 24/7 erreichbar sein, ohne dass jemand ständig am Telefon sitzt.
Der geplante ROI:
- Reduzierung unbeantworteter Anrufe um 70%
- Zeitersparnis für die Rezeption von ca. 10 Stunden pro Woche
- Bessere Kundenzufriedenheit durch schnelle Erstantwort
- Automatisierte Dokumentation (Anrufzusammenfassungen)
Implementierung: Vom Konzept zur Live-Schaltung
Phase 1: Auswahl und Konfiguration
- Aufnahmen unserer Best-Practice-Gespräche zur Trainierung
- KI-Agenten konfigurieren für häufige Fragen
- Integration mit Slack für Live-Benachrichtigungen
- Fallback-Szenarien definieren
Phase 2: Pilotphase und Verbesserungen
Was wir verbessert haben:
- Training mit lokalen Akzenten und Redeweisen
- Fehlerhafte Erkennungen als Trainings-Feedback eingebaut
- Eskalations-Trigger setzen
- Gesprächs-Qualitätsmetriken definieren
Die ersten Ergebnisse
Konkrete Zahlen aus den ersten 3 Wochen:
- 847 Anrufe bearbeitet
- 712 davon von der KI vollständig gelöst (84%)
- 135 eskaliert an menschliche Agenten (16%)
- Durchschnittliche Gesprächsdauer: 45 Sekunden
Anrufzusammenfassungen in Slack
Die KI erstellt automatisch eine Zusammenfassung jedes Anrufs und postet diese in einen dedizierten Slack-Channel.
Beispiel: > «Anruf von Monika Fischer: Frage zu Design-Sprint-Angeboten. Möchte Offerte für 4-Tage-Projekt. Interessiert sich für KI-Integration. Follow-up nötig.»
Die Herausforderungen
- Namenserkennung ist tückisch: Schweizer Namen werden oft falsch transkribiert
- Dialekte und Akzente: Schweizerdeutsch ist für KI schwierig
- Komplexe Anfragen: Bei sehr spezifischen technischen Fragen eskaliert die KI noch zu oft
Learnings für andere Unternehmen
- Klein starten
- Iterativ verbessern
- Transparenz – Anrufer informieren
- Eskalation einplanen
- Messen, messen, messen
Fazit: KI-Telefonie lohnt sich
Nach drei Wochen können wir sagen: Die KI-Telefonassistentin war die richtige Entscheidung. Sie spart Zeit, verbessert die Erreichbarkeit und liefert wertvolle Daten.